Lehre

 

Sommersemester 2015

 

Aufgabenstellung

Der Lido von Venedig – ein Ort voller Möglichkeiten!
Südöstlich vor der Hauptinsel Venedigs liegend, besaß der schmale, längliche Lido-Küstenstreifen
seit jeher viele Gesichter. Viele Jahrhunderte lang wurde der Lido nicht besonders beachtet, eher als
Bollwerk Venedigs gegen Eroberer verstanden, als Schiffspassage zur Durchfahrt oder als Gefängnis
für Schuldner genutzt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Insel stärker besiedelt.

Auf der südöstlichen Seite der Lido-Insel, der Adria zugewandt, entstand Ende des 19. Jahrhunderts der erste große Strand- und Badebetrieb in Europa. Durch eine gute Anbindung mit kleineren Fährschiffen (Vaporetti) zur Insel von Venedig, wuchs rasant die Begeisterung für den Strand des Lido. Dem mildenMeerwasser der Adria, der salzigen Luft des Windes und der wohltuenden Wärme der Sonne wurden heilende und gesunde Kräfte nachgesagt.
Unter dem Druck der steigenden Zahlen von Einwohnern und Reisenden, ist es nicht verwunderlich,
dass 1933 das Ospedale al Mare (Krankenhaus am Meer) an der südöstlichen Lido-Seite fertiggestellt
wird. Ausgestattet als kleines Allgemein- Krankenhaus mit Rehabilitierungsschwerpunkt,
sollte die medizinische Versorgung des Lido unabhängig vom Festland oder der Insel von Venedig gesichert sein. In der damals so typischen Bauweise als Pavillon-/ Gartenanlage errichtet, fügte sich das Ospedale mit einer Ein- bis Dreigeschossigkeit in die existierende Wohnbebauung ein. Das Besondere, auch schon zur damaligen Zeit, ist jedoch die direkte Lage und der Zugang zum Strand und Meer.
Das Gelände und die Gebäude des Ospedale al Mare stehen heute leer und verlassen, das Areal
verwildert und zerfällt. Doch noch immer verbreitet das Ospedale seinen ganz besonderen Charme und
soll im Zuge des Sommersemesters 2015 mit neuem Leben gefüllt werden.

Lido Life / Bachelor 1.1.5

Die einzigartigen Landschaftsräume des Lido erfordern eine qualitätsvolle Weiterentwicklung der
vorhandenen baulichen und räumlichen Strukturen: Die Frage nach dem angemessenen Umgang mit dem Rück-, Um- und Weiterbau der bestehenden Bauten aus unterschiedlichen Planungsepochen bildet den Hintergrund für die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema Wohnwelten.
Wohnen soll mit seinen unterschiedlichen Facetten vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels ausgelotet werden, um innovative Formen des Wohnens zu entwickeln. Unter den Stichworten
Mehrgenerationenwohnen, temporäres Wohnen, familienorientiertes Wohnen, Baugruppen etc.
sollen neue Typologien erforscht und gefunden, aber auch bewährte Wohnformen weiterentwickelt
werden, um die Ansprüche künftiger (Wohn-) Generationen für den Lido erfüllen zu können.
Fragestellungen zu erkennen, herauszuarbeiten und Antworten zu bieten, hat sich unser Entwurf "Lido
Life" zur Aufgabe gemacht.

Lido Life / Master Hochbau I/II

Die einzigartigen Landschaftsräume des Lido erfordern eine qualitätsvolle Weiterentwicklung der
vorhandenen baulichen und räumlichen Strukturen: Die Frage nach dem angemessenen Umgang mit dem Rück-, Um- und Weiterbau der bestehenden Bauten aus unterschiedlichen Planungsepochen bildet den Hintergrund für die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit.
Der Umgang mit Gesundheit soll vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels ausgelotet werden. Innovative Formen für neue Gesundheitsbautensollen dazu erforscht und entwickelt werden. Ziel ist der Um- und/oder Neubau eines Behandlungsund Therapiebereiches für das Ospedale. Zudem soll ein zu entwickelnder Masterplan mit neuen und bestehenden Anlagen die derzeitigen Defizite
des Entwurfareals korrigieren und eine attraktive Nutzung des Geländes wieder ermöglichen.

Consecutive Places / StB I

place is a concept directly derived from how humans experience their surroundings. One can recognize and define a place; it is the indicator that one has arrived or left. When traveling, Consecutive Places are urban events one after another, that guide us along the pedestrian network of a neighborhood.
This semester´s urban design project (12LP) is about designing and shaping places for neighbors of a community. The challenge is to propose places that neighbors can be able to build with their own means, in a feasible, practical and sustainable way.

walkability is the assessment method, evaluation and design strategy of the course. Walkability is commonly known as a measurement that scores how friendly an area is for active transportation; walking, biking and other non-motorized ways of travel. Built environment factors such as; diverse housing types, mixed land use, housing density, compact development patterns and levels of open space, are found to influence the walkability score of neighborhoods and pedestrian path choice.

Using this strategy we will explore and learn about a scale often overseen by designers and planners, a scale between the urban and architectural scales; the pedestrian scale. We will analyze the importance neighborhood destination quality has in triggering a walk for the purpose of travel, leisure or fitness.

 
 


Vorlesung

Eine Übersicht über alle Veranstaltungen des Semesters finden Sie hier.

Die Vorlesung steht Interessierten offen. Für die Bachelorstudenten des Fachgebietes ist diese Veranstaltung verpflichtend, für die Masterstudenten wird sie empfohlen.

 

Seminar

Bachelor: 1.1.9 Architektur und Gesundheit

Master: Funktionale Strukturplanung für Bauten des Gesundheitswesens